Landschaftsprägend für das Gebiet der AktivRegion Ostseeküste waren die unterschiedlichen Formungsprozesse der letzten Eiszeit (Weichselglazial) und der nacheiszeitlichen Entwicklungen mit ihren wechselnden klimatischen Gegebenheiten.
Die Oberflächenformen entstanden hauptsächlich durch vordringende Eismassen und ihre Schmelzwässer, aber auch durch das Niedertauen verschütteten Eises nach Abschmelzen des Hauptgletschers.
Mehrfach haben die Gletscherzungen des skandinavischen Inlandeisschildes das Gebiet der AktivRegion Ostseeküste überfahren und in der Probstei eine überwiegend flachwellige Grundmoränenlandschaft hinterlassen.

Im Bereich des Amtes Lütjenburg hat der wiederholt vorrückende und zurückweichende Eisrand zum Teil imposante Endmoränenzüge zusammengestaucht. Diese erreichen knapp 5 km nordwestlich der Stadt Lütjenburg auf dem Pilsberg eine maximale Höhe von rund 134 m über dem Meeresspiegel. Der Pilsberg mit dem Aussichtsturm Hessenstein ist nach dem 167 m hohen Bungsberg die zweihöchste Erhebung Schleswig-Holsteins.

Einzelne kleinere Gletscherzungen haben Vertiefungen ausgeschürft, in denen sich später Seen gebildet haben. Ein Beispiel für einen solchen Zungenbeckensee ist der Selenter See. Der 22,4 km² große Selenter See ist nach dem Großen Plöner See der zweitgrößte See in Schleswig-Holstein. An den tiefsten Stellen erreicht der Selenter See eine Tiefe von fast 36 m. Bekannt ist der See unter anderem für sein klares und sauberes Wasser sowie seinen Fischreichtum.

Am Südufer des Selenter Sees mit Blickrichtung Ost auf die Endmoränenzüge nordwestlich von Lütjenburg

Am Südufer des Selenter Sees mit Blickrichtung Ost
auf die Endmoränenzüge nordwestlich von Lütjenburg

Im heutigen Strandbereich der AktivRegion Ostseeküste wechseln Steil- und Flachküsten einander ab. In der Nacheiszeit drang, durch den allgemeinen Meeresspiegelanstieg bedingt, das Wasser langsam in die heutigen Förden und Buchten ein und schnitt die vom Eis hinterlassenen Moränen an, so dass Gesteinsmaterial und Sand ins Meer stürzten. Damit waren die aktiven Kliffs entstanden. Durch küstenparallele Strömungen wurde dieses Material entlang der Küste transportiert und an Vorsprüngen bei nachlassender Strömung wieder abgelagert. Dadurch bildeten sich Riffs, später Nehrungen, die im Laufe der Zeit Meeresbuchten abtrennten und in Strandseen verwandelten. Beispiele für solche ehemaligen Meeresbuchten und heutigen Strandseen sind der Kleine und der Große Binnensee sowie der Sehlendorfer Binnensee.

Der hier sichtbare Teilbereich des Großen Binnensees ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Rechts im Hintergrund sind Segelmasten im Hafen Lippe und die Ostsee zu erkennen.

Der hier sichtbare Teilbereich des Großen Binnensees ist als
Naturschutzgebiet ausgewiesen. Rechts im Hintergrund sind
Segelmasten im Hafen Lippe und die Ostsee zu erkennen.

Veranstaltungen

Arbeitskreis
Klima und Energie
Montag, den 18.12.2017
um 18:00 Uhr
Rathaus Heikendorf,
Am Dorfplatz 2
in 24226 Heikendorf im Ratssaal
 
Mitgliederversammlung der
AktivRegion Ostseeküste
Donnerstag, den 08.02.2018
um 18:00 Uhr im Rathaus in Schönberg

Kooperationspartner



Probstei

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