Parallel zu den beschriebenen natürlichen Veränderungsprozessen der Landschaft (Naturlandschaft) hat der Mensch mit seinem Vordringen und seiner Nutzung den Naturraum beeinflusst. Da das Klima zunächst jedoch unwirtlich blieb, hatten die Menschen hier nur ein Sommerlager, von dem sie zur Jagd gingen.

Den Winter verbrachten sie in südlicheren Gebieten. Diese nomadisierende Lebensweise kennt man heute noch zum Teil von den Samen in Lappland. Im klimatisch günstigeren Mesolithikum (mittlere Steinzeit: 8.000 bis 3.000 v. Chr.) wurden die Menschen ortsbezogener, lebten aber immer noch als Jäger und Sammler in Zelten und kleinen Hütten. Als weitere Lebensgrundlage kam der Fischfang hinzu. Die Vegetation entwickelte sich vom lichten Birken- und Kiefernwald zu einem Eichenmischwald.

Erst mit dem Beginn des Neolithikums (Jungsteinzeit) wurde der Mensch seßhaft. Von nun an bewohnte er feste Häuser und betrieb Ackerbau und Viehzucht. Zum ersten Mal wurden in der Region größere Waldflächen gerodet und in Äcker umgewandelt. Teilweise noch heute bekannte Kulturpflanzen konnten sich etablieren. Das waren praktisch die Anfänge der Entwicklung von der Naturlandschaft zu einer durch den Menschen veränderten Kulturlandschaft, die von der heutigen Agrarlandschaft natürlich noch weit entfernt war. Typische Kennzeichen dieser Kultur sind die Megalithgräber, die in der Region aber kaum noch erhalten sind.

Während der Bronzezeit (1600 bis 600 v. Chr.) hat vermutlich ein reger Tauschhandel mit Südeuropa stattgefunden. So gelangte man an die für die Bronzeherstellung benötigten Rohstoffe Kupfer und Zinn.
Infolge der einsetzenden Klimaverschlechterung siedelten die Menschen bevorzugt auf leichteren Sandböden. Die Vegetation entwickelte sich in der Jungmoränenlandschaft vom Eichenmischwald zum fast reinen Eichenwald mit Haselunterwuchs. Später kam es zu einer zunehmenden Ausweitung der Rotbuche.
Während zu Beginn jener Periode Baumsarggräber mit Hügelaufschüttung üblich waren, ging man zum Ende der Zeit zur Leichenverbrennung mit Urnenbeisetzung über.

Aufgrund einer weiteren Klimaverschlechterung waren die Menschen in der Eisenzeit (600 v. Chr. bis 600 n. Chr.) gezwungen, für sich und das Vieh noch festere Häuser zu errichten. Diese zeigten nun den bis in das 19. Jahrhundert im niederdeutschen Hallenhaus beibehaltenen Wohnstallaufbau.
Durch das Erlernen der Eisenerzeugung aus Raseneisenerz in sogenannten Rennfeueröfen konnte man mit diesem neuen Material auch die schweren Lehmböden bewirtschaften. So konnten sich auch die Siedlungen wieder ausbreiten.
Um Christi Geburt wurden die Handelsbeziehungen ausgebaut und römische Gegenstände importiert.

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Arbeitskreis Tourismus, Bildung und Wirtschaft
Montag, den 06.11.2017 um 18:00 Uhr, der Ort wird noch bekanntgegeben.

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