Projektträger: Stadt Lütjenburg
Förderquote: 55 % der förderfähigen Kosten
Fördersumme: 27.575,80 €
Umsetzungszeitraum: Herbst 2010 – Sommer 2011
Arbeitskreis: Tourismus


Die Turmhügelburg Lütjenburg ist die Rekonstruktion einer mittelalterlichen Burganlage. Sie wird seit dem Jahr 2003 im Rahmen der experimentellen Archäologie in enger Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein errichtet. Die Burganlage ist ein Freilichtmuseum, in dem neben dem Gebäudebestand mittelalterliches Alltagsleben dargestellt wird.

Besonders in den Sommermonaten werden die Gebäude zeitweise von Mitgliedern verschiedener regionaler und überregionaler Vereine der Mittelalterszene in authentischer Kleidung bewohnt und mit zeitgemäßen Werkzeugen und Gerätschaften betrieben. Ebenso ist die Anlage Austragungsort verschiedener mittelalterlicher Veranstaltungen wie Mittelaltermärkten. Dabei wird Wert auf historisch möglichst korrekte Darstellungen gelegt.

Die Turmhügelburg Lütjenburg bietet Geschichte zum Anfassen und ist damit eine attraktive Stätte zum Kulturerleben, Lernen, Begegnen und Erholen für Erwachsene und Kinder gleichermaßen. Sie ist in ihrer Gesamtanlage einzigartig im norddeutschen Raum. Die errichteten Attraktionen der mittelalterlichen Burganlage werden sehr gut durch Touristen und Einheimische angenommen. Die Turmhügelburg hat sich längst etabliert und bildet eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Stadt Lütjenburg. Auch überregional und über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus hat die Turmhügelburg Lütjenburg viel Anerkennung und zahlreiche Freunde gefunden. Die mehrmals im Jahr ausgetragenen mittelalterlichen Veranstaltungen erfreuen sich großer Beliebtheit mit bachtlichen Besucherzahlen.

Hinsichtlich der Großstrukturen ist der Aufbau der mittelalterlichen Burganlage in Lütjenburg weitgehend abgeschlossen.
Gerade im Hinblick auf die Austragung der verschiedenen mittelalterlichen Veranstaltungen ist es aber notwendig, Teile der Anlage weiterzuentwickeln.

Deshalb soll als erste Maßnahme eine Burgschenke gebaut werden. Als Standort für den Neubau ist eine Fläche in unmittelbarer Nähe des von der Landesstraße L165 zur Nienthaler Auffahrtsscheune führenden Verbindungsweges nahe des Informations-, Kassen- und Toilettengebäudes vorgesehen.
Bei der geplanten Burgschenke handelt es sich um einen Sechseckbau mit einem Schenkraum aus Fachwerkwänden und Außenstützen. Das Gebäude wird nach oben durch ein Reetdach abgeschlossen.

Als zweite Maßnahme soll die vorhandene Toilettenanlage im Informations- und Kassengebäude umgebaut und erweitert werden.

Mit der Maßnahme wird das Gelände der Turmhügelburg Lütjenburg weiter aufgewertet. Die Burgschenke gibt den insbesondere rund um die mittelalterlichen Veranstaltungen stattfindenden gastronomischen Aktivitäten (z. B. Ausschank von Met, Bier, usw.) einen besser in die Zeit des Mittelalters passenden Rahmen und damit ein deutliches Mehr an Authentizität. Durch den notwendigen Umbau bzw. die Erweiterung der Toilettenanlage werden die bisher auftretenden Engpässe, speziell im Rahmen der regelmäßig ausgetragenen mittelalterlichen Veranstaltungen, beseitigt.