Projektträger: Ev.-Luth. Kirchenkreis Plön-Segeberg
Förderquote: 55 % der förderfähigen Kosten
Fördersumme: 599.995 €
Umsetzungszeitraum: Herbst 2009 – Sommer 2011
Arbeitskreise: Kultur und Umwelt + Tourismus


Kirchen sind in der Kulturlandschaft Schleswig-Holsteins nicht nur prägend für das Bild vieler Ortschaften, sondern auch seit Jahrhunderten wichtige Orientierungspunkte für die dort lebenden Menschen. Besonders in den ländlichen Räumen stellen die oft leicht erhöht liegenden Dorfkirchen markante Punkte dar. Sie sind Symbole für eine christliche Weltanschauung und somit Zeugen unserer kulturellen Entwicklung.

Heutzutage spielen Kirchen als kulturelle Sehenswürdigkeiten auch für die touristische Vermarktung und die Naherholung eine zunehmende Rolle.

Dieses touristische Potential möchte der ev.-luth. Kirchenkreis Plön-Segeberg nutzen und mit dem Kooperationsprojekt „Kirchenrouten“ seine Kirchen in den vier AktivRegionen „Ostseeküste“, „Schwentine – Holsteinische Schweiz“, „Holsteins Herz“ und „Alsterland“ über ein ausgeschildertes Radroutennetz verbinden. In jeder der beteiligten AktivRegionen sind durchschnittlich zwei Themenrundrouten vorgesehen, die bis zu fünf Kirchen miteinander vernetzen.


Zusätzlich soll an den Kirchen mit Hilfe von Tafeln über die jeweilige Geschichte und Bedeutung sowie das Kulturangebot informiert werden. Darüber hinaus sollen sich die Kirchen und das Kirchenumfeld als Ruhe- und Raststätten sowie als kulturelle Veranstaltungsorte öffnen.

Zum Aufbau eines gemeinsamen Kulturangebots und für eine professionelle Vermarktung ist eine Zusammenarbeit mit den touristischen Leistungsanbietern und regionalen Kulturvereinen vorgesehen. Im Rahmen der Vermarktung sollen eine Radwanderkarte und weitere Printprodukte erstellt sowie eine eigene Homepage eingerichtet werden.

Im Rahmen des Projektes „Kirchenrouten“ werden neben der Entwicklung des Radroutennetzes an einigen Kirchengebäuden mehr oder weniger umfangreiche Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Diese tragen dazu bei, das kulturelle und ländliche Erbe zu erhalten und zu verbessern sowie Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen.